Angebot und Leistungen

"Frage nicht nur, was dein Arzt für dich tun kann, sondern was du für deine Gesundheit tun kannst."

frei nach John F. Kennedy

Damit leben: Chronische Erkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegs-Erkrankungen und Diabetes sind die häufigsten "Volkskrankheiten".

Dazu gehören die Koronorare Herzkrankheit (KHK)  als eine der häufigsten Todesursachen.

Für Asthma gibt es oft eine genetische Veranlagung, auch Kinder sind schon betroffen.Es tritt oft anfallsartig auf und kann in Ruhephasen symptomfrei sein.

Die  chronisch obstruktive Lungenerkrankung tritt häufig bei (ehemaligen) Rauchern auf und verengt fortschreitend die Atemwege.

Diabetes Typ II wird immer häufiger und betrifft inzwischen viele Menschen, oft ohne dass sie es merken. Wenn die Krankheit nicht früh erkannt wird, können ernsthafte Gesundheitsprobleme die Folge sein. 

Ein wichtiges Angebot für unsere Patienten ist die Teilnahme an Programmen zur Bewältigung von chronischen Erkrankungen. Diese "Krankheitsmanagement-Programme" (DMP) sind speziell für Patienten mit Diabetes mellitus Typ II,  Asthma bronchiale, COPD oder Koronarer Herzkrankheit (KHK) konzipiert.

Die Teilnahme an den DMPs erfordert von Ihnen Eigenverantwortung und regelmäßige Teilnahme. Sie sollten ihre Kontroll-Termine mindestens einmal im Quartal wahrnehmen, um Ihre Gesundheit optimal zu managen.

Hand auf's Herz  (und Kreislauf)

Herz- und Kreislauf-Erkrankungen sind  die häufigste Todesursache in Deutschland.  Häufige Faktoren sind ein hoher Blutdruck, das Alter, ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung. 

In unserer Allgemeinarztpraxis werden regelmäßig Messungen von Blutdruck oder Langzeit-Blutdruck, EKG, sowie Belastungs- und Langzeit-EKG durchgeführt.

Bei einer Langzeit-Blutdruckmessung wird Ihr Blutdruck über 24 Stunden hinweg regelmäßig gemessen.

Bei einem Langzeit-EKG wird Ihnen ein kleines tragbares Gerät angelegt, das über 24 Stunden oder länger Ihre Herzaktivität aufzeichnet. Das Gerät speichert die elektrischen Signale Ihres Herzens, um Unregelmäßigkeiten oder Auffälligkeiten im Herzrhythmus zu erkennen, während Sie Ihren normalen Alltag verbringen.

Ein Belastungs-EKG kann sinnvoll sein, wenn Sie besonders bei Anstrengung Herzbeschwerden wie Brustschmerzen oder Atemnot haben, oder wenn bei Ihnen ein erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten besteht. Dabei wird ein EKG aufgezeichnet, während Sie auf einem Fahrradergometer treten. So lässt sich feststellen, ob es während der Belastung zu Problemen kommt.

Durch die Untersuchungen können Erkrankungen rechtzeitig erkannt werden. Der Krankheitsverlauf  wird überwacht und die Therapie angepasst.

Auf Herz und Nieren prüfen

"Lass der Gottlosen Bosheit ein Ende werden und fördere die Gerechten; denn du, gerechter Gott, prüfst Herzen und Nieren."

So steht's in einem Psalm im Alten Testament.  Von Gebrauchtwagen bis hin zu allen möglichen  Verträgen lässt man alles "auf Herz und Nieren" prüfen.

Um so wichtiger aber,  darob die eigenen gleichnamigen Organe nicht zu vernachlässigen!

Die Nieren spielen eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Blutdrucks. Wenn die Nieren nicht richtig funktionieren, kann sich zu viel Flüssigkeit im Körper ansammeln, was den Blutdruck erhöht. Ein dauerhaft hoher Blutdruck kann umgekehrt die Blutgefäße in den Nieren schädigen, was zu Nierenerkrankungen führen kann.

Bei den Gesundheitsuntersuchungen ab 35 Jahren, dem sogenannten „Check-up 35“, werden wichtige Nierenwerte im Blut und im Urin kontrolliert. Diese Untersuchungen sind für Kassen-Patienten alle drei Jahre möglich. Bei Patienten mit erhöhtem Risiko, wie z. B. Diabetes oder Bluthochdruck, können sie auch häufiger durchgeführt werden.

Verschiedene Nieren- oder Blasenerkrankungen lassen sich durch einfache Blut- und Urintests feststellen. Dadurch erkennt man harmlose Harnwegsinfekte ebenso wie eine chronische Niereninsuffizienz und eine Nephropathie, eine Schädigung der Nieren.

Ins Innere schauen

Um innere Organe wie Leber, Nieren, Gallenblase, Milz und die Blutgefäße zu untersuchen, kann in der Praxis ein Ultraschall (Sonographie) des Bauchraumes durchgeführt werden.

Damit können Veränderungen, Entzündungen, Tumore oder Gallensteine erkannt werden.

Auch Verengungen der Halsschlagader, die das Risiko für Schlaganfälle erhöhen, lassen sich durch eine Ultraschall-Untersuchung erkennen.

Gesetzlich versicherte Patienten haben Anspruch auf einen Ultraschall, wenn medizinische Gründe vorliegen.

Leiden Sie zum Beispiel an Beschwerden wie häufigen Bauchschmerzen oder unklaren Verdauungsproblemen, kommt eventuell eine Ultraschall-Untersuchung in Frage. 

Wenn Sie Koliken haben und ein Verdacht auf Nieren- oder Gallensteinesteine besteht, wird eine Diagnose durch die Ultraschall-Untersuchung unterstützt.

Ein höheres Alter geht fast immer mit Gefäßerkrankungen einher. Auch schon in jüngeren Jahren können manche Menschen ein erhöhtes Risiko dafür haben. Dazu gehören Patienten mit Bluthochdruck (Hypertonie) oder Diabetes.

Bei erhöhtem Schlaganfallrisiko durch eine Verengung der Halsschlagader kann die Ultraschall-Untersuchung eine Kassenleistung sein. Als Früherkennung darf sie jedoch leider nur bei Selbstzahlern durchgeführt werden.

Wenn einer einer Reise tut ...

Unsere Lebensreise beginnt, ohne dass wir den Fahrplan kennen – es ist eine Reise ohne Sitzplatzgarantie und mit Fahrplanänderungen. Auf echte Reisen bereiten wir uns vor und planen, in fremden Gegenden zurecht zu kommen. Wer rechtzeitig Prophylaxe und Impfungen mitnimmt, ist auf viele Unbill während der Reise deutlich besser eingestellt.

Natürlich gibt es auch Streckenabschnitte mit Schlaglöchern, Baustellen und manchmal sehr holpriger Fahrt. Dann hilft es, gute Begleitung zu haben, statt allein im Abteil zu sitzen. Wenn wir am Ende unserer Strecke ankommen, legen wir den Rucksack ab und der Zug rollt in einen ruhigeren Bahnhof ein: Die Reise ist für uns vorbei, aber sie muss nicht im Chaos enden. Mit einer entspannten, gut begleiteten letzten Etappe – palliativmedizinisch unterstützt – lässt sich das Ziel der Reise oft deutlich gelassener, würdevoller und menschlicher erleben, als es der Fahrplan zunächst vermuten lässt.

Einfache Erkältung oder virale Infektion?

Spätestens seit der Pandemie ist es einer breiten Öffentlichkeit bewusst, wie schnell sich unser gewohntes Leben durch den Ausbruch von Infektionskrankheiten ändern kann. Um die Entwicklung im Bereich der Atemwegserkrankungen zu beobachten und Risiken frühzeitig zu erkennen, sind wir eine der ausgewählten Praxen, die an BIS+C, dem Programm des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (StMGP) teilnehmen: Im sogenannten Bayern Influenza + Corona Sentinel (BIS+C) überwacht das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Zusammenarbeit mit dem Robert Koch-Institut (RKI) das Auftreten und die Verbreitung von respiratorischen Viren in Bayern.

Wenn Sie Erkältungssymptome aufweisen, können Sie bei uns zur genaueren Bestimmung einen einfachen Nasen- und/oder Rachenabstrich durchführen lassen. Durch die Untersuchung der Abstrich-Probe lässt sich feststellen, ob Sie eine Infektion mit SARS-CoV-2-, Influenza ("Grippe"), inklusive deren Subtypen, Respiratorischen Synzytial-Viren (RSV), Parainfluenzaviren, humanen Metapneumoviren, Adenoviren, Entero-/Rhinoviren oder humanen Coronaviren haben.

Prophylaxe und Impfungen

Schon Hippokrates, der berühmteste Arzt der Antike (um 400 v.Chr.), hatte erkannt, was angeblich einer seiner Nachfolger, Christoph Wilhelm Hufeland (1762–1836) geäußert hat:  "Vorbeugen ist besser als heilen!"

Wir befürworten ganz entschieden einen Paradigmenwechsel in der Medizin: Wichtig ist es, Menschen auf die Bedeutung von Prävention hinzuweisen und ihnen die Möglichkeiten und die Notwendigkeit des Vorbeugens, der Propylaxe, zu eröffnen. Ziel sollte sein, gar nicht erst schwer krank zu werden: In der Hausarztpraxis vom Reparaturbetrieb zur Gesunderhaltung!

Die in meiner Praxis angebotenen und empfohlenen Impfungen verhindern Leiden, und schützen vor Krankheiten, die schwer verlaufen, bleibende Schäden hinterlassen oder tödlich enden können.

Viele der durch Impfungen verhütbaren Krankheiten lassen sich im schweren Verlauf nicht wirklich „reparieren“ – Schäden an Gehirn, Lunge oder Nerven bleiben dauerhaft.

Prävention schützt nicht nur die einzelne Person, sondern auch die Menschen im Umfeld, die auf den Schutz der Gemeinschaft angewiesen sind (Säuglinge, alte und schwerkranke Menschen).

Was verhindern die je nach Alter und Vorerkrankung empfohlenen grundlegenden Impfungen? 

Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten (Pertussis) – schützen vor schweren Atemwegsinfektionen.

Poliomyelitis (Kinderlähmung) – verhindert Lähmungen, die lebenslang bestehen bleiben können.

Masern, Mumps, Röteln (MMR) – schützen vor z.B. Lungenentzündung, Hirnentzündung, Unfruchtbarkeit und Fehlbildungen beim Ungeborenen.

Windpocken (Varizellen) – verhindern schwere Verläufe mit Lungenentzündung oder Gehirnentzündung und späteren Gürtelrose-Komplikationen.

HPV – senkt das Risiko für Gebärmutterhalskrebs und andere HPV-assoziierte Tumoren.

Influenza und COVID-19 – besonders wichtig für Ältere und Risikogruppen, um schwere Lungenentzündungen, Krankenhausaufenthalte und Todesfälle zu verhindern.

Pneumokokken, Meningokokken – beugen bakteriellen Lungen- bzw. Hirnhautentzündungen vor.

RSV - verhindert schwere Atemwegsinfekte durch das Respirations-Syncytial-Virus, vor allem bei Älteren und Risikogruppen. Reduziert Krankenhausaufenthalte durch Lungenentzündung, die tödlich enden oder die Lunge dauerhaft schädigen kann.

Gürtelrose - schützt vor Gürtelrose (Herpes Zoster), die zu langanhaltenden Neuralgien (Nervenschmerzen) mit monate- bis jahrelangen Schmerzen führen kann. Neue Studien zeigen zudem eine Verringerung des Demenz-Risikos.

FSME - schützt vor Frühsommer-Meningoenzephalitis, einer durch Zecken übertragenen Hirn- und Hirnhautentzündung mit bleibenden neurologischen Schäden (Lähmungen, Gedächtnisstörungen) oder Todesfällen essenziell in Risikogebieten wie bei uns (Spessart!).

Hepatitis-B - beugt chronischer Leberentzündung vor, die zu Zirrhose, Leberversagen oder Leberkrebs führt lebenslange Schäden, die nicht heilbar sind. Wichtig für Kinder und Jugendliche, sowie im medizinischen Bereich Beschäftigte.

Reisemedizin, Gelbfieber-Impfstelle und Tauchtauglichkeit

Auch Krankheiten, die bei uns als "ausgerottet" galten oder in unseren Breiten bislang nicht aufgetreten ist, rücken (wieder) näher. Globalisierung, ausgedehnte Reisen in ferne Gegenden, Klimawandel befördern diese Entwicklung.

In der Praxis berate ich Sie zu gesundheitlichen Risiken im Reiseland. Der Impfstatus wird geprüft und alle gängigen Reiseimpfungen (z.B. Hepatitis, Typhus, Tollwut) durchgeführt. Auch Themen wie Malariaprophylaxe, Insektenschutz, Reiseapotheke und Reisen mit Vorerkrankungen gehören zur reisemedizinischen Vorsorge.

Darüber hinausgehend ist meine Praxis eine staatlich zugelassene  Gelbfieber-Impfstelle.  Da Gelbfieber eine meldepflichtige, potenziell lebensbedrohliche Tropenkrankheit ist und viele Länder den Impfnachweis bei Einreise verlangen, sind für die Zulassung als Gelbfieberimpfstelle besondere Qualifikationen, Auflagen und eine offizielle Anerkennung durch die zuständige Landesbehörde vorgeschrieben.

Und wenn Sie vor oder im Urlaub abtauchen wollen, sollten Sie untersuchen lassen, ob Sie dabei Probleme bekommen könnten:

Eine Tauchtauglichkeits-Untersuchung ist quasi ein Gesundheits‑TÜV für den Körper unter Wasser. Dort sind Druck, Kälte, Anstrengung und Stress für den Kreislauf deutlich fordernder als an Land. Ziel der Untersuchung ist es, Risiken wie Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen, Atemwegsprobleme, mangelnden Druckausgleich oder andere Kontraindikationen zu erkennen, die beim Tauchen zu lebensgefährlichen Situationen führen können. Das wären gegebenenfalls Kontraindikationen - Gesundheitsprobleme, die gegen das Tauchen sprechen.

Einen schriftlichen Nachweis der Tauchtauglichkeit verlangen vor allem Tauchschulen und Tauchbasen, bevor jemand zum Tauchkurs zugelassen wird oder an geführten Tauchgängen teilnimmt.

Palliativmedizin

Einfach einzuschlafen und nicht mehr aufzuwachen, wünschen sich wohl die meisten zum Ende ihrer Lebensreise.

Sterben ist keine Krankheit, sondern eine Lebensphase, die allerdings häufig mit Krankheit verbunden ist. Wenn es Ihnen ein Anliegen ist, Vorkehrungen für den Fall zu treffen, dass Sie nicht mehr selbstbestimmt entscheiden können, welche Behandlung durchgeführt werden soll, können Sie in der Praxis eine Beratung zum Erstellen einer Patientenverfügung erhalten.

Bei schweren Erkrankungen kann es zu Symptomen wie Schmerzen,  Atemnot, Angst, Übelkeit und Erbrechen, Krampfanfällen oder Blutungen kommen.

Auch wenn die Erkrankung nicht mehr geheilt werden kann, lassen sich die Symptome lindern oder sogar verhindern. Das ist Aufgabe der Palliativmedizin.

Die palliativmedizinische Betreuung von Patienten und Angehörigen ist einer der Schwerpunkte in meiner Praxis. Voraussetzung hierfür ist eine offizielle Genehmigung zur besonders qualifizierten und koordinierten palliativmedizinischen Versorgung, die regelmäßig durch palliativmedizinische Fortbildungen, Qualitätszirkel und Fallkonferenzen erneuert werden muss.

Die palliative Betreuung begleitet Menschen in der letzten Lebensphase. Es gehört zu den größten Ängsten Sterbender, unter Schmerzen leiden zu müssen. Das muss heutzutage jedoch nicht mehr sein.  Meine Hauptaufgabe besteht hier in der individuellen Schmerztherapie nach Bedarf der Patienten, um Schmerz-Spitzen und -Durchbrüche zu vermeiden. Ergänzend kommen Medikamente  gegen neuropathische Schmerzen und Schwellungen zum Einsatz.

Im Hospiz kann auf Wunsch der Patienten und in Absprache mit den Pflegekräften und mit den Angehörigen auch eine palliative Sedierung durchgeführt werden. Voraussetzung ist meine Erreichbarkeit rund um die Uhr -  Krisen sind nicht an Praxisöffnungszeiten gebunden! 

"Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben!" 

Meine palliativmedizinische Betreuung orientiert sich an diesem Motto der britischen Krankenschwester, Sozialarbeiterin und Ärztin Cicely Saunders, die als Pionierin der Palliativmedizin gilt. Das Zitat fasst das Kernprinzip der Palliativmedizin zusammen: Der Fokus liegt auf Lebensqualität, statt auf der bloßen Verlängerung.

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