Allgemeinarztpraxis Christoph Hofmann Alzenau
Christoph Hofmann
An Silvester 1960 in meinem Elternhaus in Alzenau geboren. Mutter und Vater haben mich an dem Abend zur Welt gebracht, und so war das „Feiern ins Leben hinein“ die erste Erfahrung, die mir meine Eltern mitgegeben haben. Das erklärt, dass ich mich später nicht mit einer einzigen Disziplin zufriedengegeben habe. Trotz brav absolviertem Spessart-Gymnasium mit Latein und Griechisch folgte zunächst ein „Ausprobieren“ (heute nennt man das „Orientierungsphase“): Ausgerechnet Physik in Gießen – spannend, aber auf Dauer dann doch zu wenig Mensch und zu viel Teilchen. Also Kurswechsel. Meine "Lehr- und Wanderjahre" bekamen eine durchaus europäische Note:
Medizin in Rom (mit Espresso und Lebenskunst) und Göttingen (mit Bibliothek und Bodenhaftung). Für den Lebensunterhalt arbeitete ich in Rom als Sprecher im deutschsprachigen Radio, in Göttingen als Verkäufer in einem Buch-Antiquariat, was meiner Liebe zu Literatur und Kunst entgegenkam. Hier erwarb ich meine ersten Werke der „Komischen Kunst“ und lernte viele Künstler aus dem Titanic-Umfeld kennen – ein Aspekt, der sich seit Anbeginn auch in meiner Praxis offenbart.
Es folgte die Zeit als Arzt im Praktikum in Goslar mit Einsätzen im Rettungsdienst – Blaulicht inklusive. Daneben war ich Nachtwache im Krankenhaus und lernte dort, dass man Medizin nicht nur aus Lehrbüchern, sondern vor allem am Bett der Menschen versteht. Die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin erfolgte bei niedergelassenen Hausärzten und Chirurgen in Söhlde und Goslar, wo sich der Beruf langsam aber sicher wie ein maßgeschneiderter Anzug anfühlte.
Vor fast 30 Jahren stieg ich dann in die Praxis meines Vaters,
Dr. Günther Hofmann, ein – eine Mischung aus Familienprojekt, Generationenvertrag und lebendiger Medizintradition (Vater und Großvater waren Hausärzte, der Urgroßvater Apotheker).
Um die Jahrtausendwende folgte der nächste Entwicklungssprung: Neubau eines Praxisgebäudes und Umzug in die Räume, in denen ich heute praktiziere und in denen aus vielen Interessen und Erfahrungen ein recht solides „So machen wir das“ geworden ist. Als Hausarzt nehme ich das „Haus“ dabei wörtlich: Ich mache Hausbesuche, betreue zahlreiche Patientinnen und Patienten im Alzenauer BRK Seniorenwohnen und begleite Menschen palliativmedizinisch auch im stationären Hospiz. Was geblieben ist, von den Lehr- und Wanderjahren bis heute: die Freude daran, Menschen über viele Lebensabschnitte hinweg zu begleiten – vom ersten Kennenlernen bis hin zu den ganz leisen, wichtigen Momenten.
